| Tondo
Doni:
1506-1508
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Firenze
– Galleria degli Uffizi
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| Michelangelo
1475-1564
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Michelagniolo
di Lodovico di Leonardo di Buonarrot Simoni, wie er
eigentlich hiess, wurde am 6. März
1475 in Caprese im Casentino geboren. Er stammte aus
adliger, aber nicht reicher Familie. Sein Vater Lodovico
schickte ihn gegen seinen Willen 1488 in die Lehre zu
Domenico Ghirlandaio. 1489 wechselte Michelangelo in die
Kunstschule am Giardino Mediceo von San Marco, die eine
grosse Antikensammlung besass.
Aus dem Jahr 1490 stammt seine enge Verbindung zu den
Medici in Florenz, an deren Hof er mit den Idealen der
Renaissancephilosophie und dem Humanismus in Berührung
kam. 1496 - 1501 war er das erste Mal in Rom. Nach seiner
Rückkehr nach Florenz arbeitete
er an der Brügge-Madonna. Ab 1505 lebte er aber
wieder in Rom und erhielt dort bis zu seinem Lebensende
von den Päpsten zahlreiche Aufträge. Neben den Päpsten
waren die Medici und die Stadt Florenz seine wichtigsten
Auftraggeber, weshalb er auch immer wieder nach Florenz
zurückkehrte. In diesem Zeit malte er dann auch ‚Tondo Doni’.
Michelangelo genoss bereits zu Lebzeiten grossen Ruhm und
wurde quasi als Vollender der zeitgenössischen
Kunstauffassung angesehen.
Bereits von seinen Zeitgenossen wird er als schwieriger,
unzugänglicher Charakter beschrieben, als der Typik der
Sozialcharaktere der Zeit enthoben. Er repräsentiert den
aus eigenen Gesetzen frei schaffenden Künstler, dessen künstlerisches
Schaffen in ursächlichen Zusammenhang mit seiner
psychischen Konstitution gebracht wird.
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